Spiritualität und Widerstand

Do., 09. April, kinokis mikrokino #247
19.00 Uhr  ✗ depot, Breitegasse 3
Angesichts der aktuellen Umstände findet die Veranstaltung ONLINE statt
Rilaj Mam. Der Alte Großvater
Spiritualität und Widerstand
Gegen alle Kolonialisierung und Christianisierung konnten sich die Indigenen Mittelamerikas ihre Spiritualität weitgehend bewahren: Erstaunliche und höchst eigenwillige Glaubensvorstellungen bilden den Hintergrund für ihren Widerstand und den Kampf um Gleichheit und Selbstbestimmung. In Guatemala spielt dabei die Trickster-Figur Maximón, die auch "Rilaj Mam," der alte Großvater genannt wird, eine zentrale Rolle. Die gleichnamige Dokumentation begleitet die Maya Tzutuhil von Santiago Atitlan und erkundet mit ihnen gemeinsam die große Erzählung ihres schützenden Schöpfers und Trickster.
Hier gehts zum Film…
Rilaj Mam. Der Alte Großvater (R: Kollektiv Kinoki Lumal, Guatemala, 2002) 77 min.
Das Filmteam begleitet die 10-tägigen Feier zur jährlich erneuten Inthronisierung des „alten Großvater. Die gemeinsam mit den Leuten vor Ort erfolgte Drehbuchentwicklung erlaubt die Darstellung von Vorgängen und Geschichten, die bisher nur unter Ausschluss der (nicht-indigenen) Öffentlichkeit statt gefunden haben.

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Alles bunt und wunderbar

Werbefilm in Österreich
 Do., 05. März, kinokis mikrokino #246
19.00 Uhr depot, Breitegasse

  Mit der Erfindung des Films gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich ein neues Werbemittel, das maßgeblich zur Visualisierung und Ästhetisierung der Warenwelt beitragen sollte. Ausgehend von der Frühzeit der Kinematographie wird in dieser Arbeit erstmals die Entwicklung und Etablierung des Genres Werbefilm in Österreich bis zum Jahr 1938 erforscht. Zu Beginn werden ökonomische und technische Prozesse skizziert, welche die Entstehung und Entfaltung der Wirtschaftswerbung nicht nur ermöglichten, sondern letztlich auch erforderlich machten. Das Buch Der österreichische Werbefilm. Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938 gibt Einblicke in die Beziehungsgeflechte und Interessenskonflikte zwischen Politik, Werbefilmproduzenten, Auftraggebern und Kinobesitzern. Es beleuchtet  Produktionsbedingungen, soziale und gesellschaftliche Entwicklungen, Strategien der Ökonomisierung und beschreibt die vielfältigen Aufführungskontexte. Karin Mosers Dissertation verbindet historische Grundlagenforschung mit kulturwissenschaftlichen Forschungszugängen. Eine Lecture mit Karin Moser.

Bilder im Widerstand

Di., 14. Jänner, kinokis mikrokino #245
19.00 Uhr depot, Breitegasse 3

Bilder im Widerstand. Kulturforum Kinoki in Mexiko

Die Geschichte wird selten von denen geschrieben, die sie leben und erleben. Dieser Umstand wird dort besonders deutlich, wo Kämpfe und Auseinandersetzungen um politische und soziale Selbstbestimmung durch Bilder und Erzählungen von (wohl oder übelwollenden) Dritten vermittelt werden. Um diese unhaltbaren Zustände ins Wanken zu bringen hat Kinoki in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Initiativen vor nunmehr 15 Jahren das Foro Cultural Independiente in San Cristóbal de las Casas in Chiapas, Mexiko, ins Leben gerufen.

Dieses Jubiläum ist der Anlass für eine kleine Analyse von Wirkungen und erwünschten sowie unerwünschten Nebenwirkungen von Medien im Aufstand am Beispiel des fortdauernden Widerstands der Zapatisten im Südwesten Mexikos.

Audivisuelles Tagebuch, 5 min. (2010) OmdU.
Kinoki Nopal, 12 min. (2004) OmdU.
Das Leben der Frau im Widerstand, 17min. (2005) OmdU.
Die andere Kommunikation, 7min. (2009) OmdU.

In the past even future seemed brighter …

Di., 10. Dezember, kinokis mikrokino #244
19.00 Uhr depot, Breitegasse 3
Filmstill: Csendélet (R: Mark Novák, HU 1962)
Sebestyén Kodolányi, cineast, curator and archivist from Hungary brings a program with three of his own films, all around the contemporary sociopolitical situation in Hungary in three different types of filmic language and caracter.

Dogfight, 8min.
Camp, 21min.
Greenbox, 53min.

Greenbox is a documentary about the current hungarian situation, with a story based on corrupt investment on digitalisation and experience tourism.

Followed by a discussion with Sebestyén Kodolányi. Kodolányi was the director of the Béla Balázs Studio Foundation and chief curator of the Béla Balázs Studio Research Archive.

Gegen Verschweigen und Vergessen

Di., 26. November 2019, kinokis mikrokino #243
19.00 Uhr depot, Breitegasse 3

Gegen Verschweigen und Vergessen

Filmstill aus: Eine eiserne Kassette (Olger 2018)
Als sein Großvater stirbt, findet Nils Olger in dessen Nachlass eine Rolle mit 377 Fotografien, die er beim letzten Kriegseinsatz zwischen März 1944 und April 1945 aufgenommen hatte. Der Filmemacher folgt der Spur der Negative an die Orte ihrer Entstehung, arbeitet seine Familienbiografie auf und bringt die Verdrängung der österreichischen NS-Geschichte zur Sprache.

Eine eiserne Kassette (R: Nils Olger, A/D 2018, 102min.)

Eine  Kassette aus Großmutters Wandschrank wird zur Büchse der Pandora als Nils Olger sich auf den Weg macht, um die Lücken in der familiären Erinnerung zu schließen. Den begütigenden Aussagen seiner Großmutter setzt er akribische Recherchearbeit entgegen, fragt nach und geht dahin, wo die Bilder gemacht wurden: in Ungarn, im heutigen Rumänien, wo die Kompanie des Großvaters stationiert war, nahe eines Ghettos, und später in Italien, in der Gegend um Carrara.

„Das Bild meines Großvaters, wie ich ihn gekannt habe, existiert nicht mehr“, stellt der Filmemacher am Ende fest: „Er hat den Tätern geholfen und vor den Opfern geschwiegen. So werde ich ihn in Erinnerung behalten.“

Anschließend Gespräch mit Nils Olger

Whatever Happened to Gelitin


Do. 13. Juni 2019, 19:00 depot, Breitegasse 3
Berufsbild KünstlerIn in Kooperation mit kinokis mikrokino

Whatever Happened to Gelitin
Regie: Angela Christlieb, Ö, 2016 , 82 min.

Angela Christlieb portraitiert die Künstlergruppe Gelitin, ein Quartett von fröhlich anarchistischen Quertreibern, Querulanten, Quastenschüttlern, Qualitätsfäkalierern. Das Ergebnis ist ein sehr lustiger Dokumentarfilm, ein Propagandastreifen für die letzte Lockerung, eine Schocktherapie für Zwangsneurotikerinnen, eine Gnackwatschn für übereifrige Überichs.

Anschließend Diskussion mit Angela Christlieb.

25 Jahre Zapatistas

Do. 16. Mai 2019, 19:00 depot, Breitegasse 3
Berufsbild KünstlerIn in Kooperation mit kinokis mikrokino

Nicht nur Kaffee für eine bessere Welt!

Seit ihrem Aufstand 1994 kämpfen die Zapatistas im Südosten Mexikos gegen Ausbeutung, Diskriminierung und Naturzerstörung. Im Verlauf ihrer nunmehr 25 Jahre andauernden Rebellion haben sie beachtliche Strukturen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Rechtsprechung, Wirtschaft, Medien und Selbstverwaltung aufgebaut. Entgegen aller Hindernisse durch die offizielle mexikanische Politik arbeiten die Aufständischen unermüdlich an der Konstruktion einer guten Regierung und einer gerechteren Gesellschaft. Dabei spielen die Bemühung um einen gerechten Handel eine zentrale Rolle.
Der Verein Zwischenzeit engagiert sich seit Jahren im Vetrieb von fair gehandeltem zapatistischem Kaffee. Luz Kerkeling und Dorit Siemers haben diese Bemühungen filmisch dokumentiert und berichten von ihrer jüngsten Reise ins zapatistische Gebiet.

Kaffee für eine bessere Welt
(Mex/D, R: Luz Kerkeling und Dorit Siemers, Zwischenzeit e.V. Münster 20018, 26min.

Seit 1994 bauen zapatistische Genossenschaften Kaffee in Selbstverwaltung an. Dieser ökologisch-solidarische Kaffee für eine "rebellische Würde" wird vm Kollektiv Aroma Zapatista in Hamburg importiert, verarbeitet und vertrieben. So ist es gelungen, eine solidarische Handelsbeziehung aufzubauen, die weit über die Standards des fairen Handels hinausgeht. In der Dokumentation berichten Angehörige der zapatistischen Bewegung sowie der Hamburger Kollektive über ihre Erfahrungen, ihre Alltagspraxis, ihre Ziele und ihre Zukunftspläne.

Anschließend Gespräch mit Luz Kerkeling, Dorit Siemers und Jens Kastner.

Driftende Gewissheiten

Do. 11. April 2019, 19:00 depot, Breitegasse 3
Berufsbild KünstlerIn in Kooperation mit kinokis mikrokino

Driftende Gewissheiten

Den Wohnort zu ändern kann den Standpunkt zur Fluchtlinie machen. Flucht und Migration setzen nicht nur Menschen in Bewegung, sondern auch Weltbilder, Überzeugungen, kulturelle Codes. Als Person fragt man sich: Wer hält mir welchen Spiegel vor, an wessen Ansprüchen messe ich mich? Bemühe ich mich, die Person zu sein, für die man mich hält oder das Gegenteil davon? Als Gesellschaft: Was bewegt uns wohin? Und warum? Ein Kurzfilmprogramm, das Gewissheiten und Gewohnheiten, Wahrnehmungsmuster und Glaubenssätze ins Wanken bringt.

In Zusammenarbeit mit dem Verein Cardamom&Nelke, der mit der Verleihung des Widerstandskinofilmpreises sich für die Sichtbarmachung dieser Positionen einsetzt und der Initiative #KlappeAuf, die sie verbreitet.

Der unfertige Mann (Bagher Ahmadi,  6:20 min)
Fruitless- XIRIṢ (Sarkaut Mostefa, 8Min46)
Seeds (Maryam Sehhat, Leila Samari, 2 min)
Der Morgenmensch (Özgur Anil, 5 min)
Happy New year (Bagher Ahmadi, 1 min)
The mirror of the lake (Maryam Sehhat, Leila Samari, 2:26 min)
Die Interpretation, die ich will  (Jivan Shahin & Victor Kössl, 3 min)
Integrate (Andreas Steinkogler, 1 min)
Die Geschichte vom Eisbär, der nach Afrika wollte (Mo Harawe, 27:30)
Haram (Mahir Yildiz, 11 min)
Das habe ich mir schon immer gedacht. Du nicht? (Sallar Othman, 8:45 min)
PPC Airlines (PPC-Kollektiv, 3 min)
Armaggedon (Kurdwin Ayoub, 4 min)