aesthetics

Filmseminar 16/17


Film und Revolution Das Seminar kreist um das Medium Film als Symptom für die kulturelle Einübung des Blicks in der Moderne. Dabei geht es darum, Film in einem Spannungsfeld zu begreifen, in dem "die gesteigerte Lebensgefahr, der die Heutigen ins Auge zu sehen haben" (Benjamin) frontal gegen eine neuartige und revolutionäre "Kollisionsmontage" (Eisenstein) prallt. 
Filme
Sergei Eisenstein: Panzerkreuzer Potemkin (UdSSR 1926)
Sergei Eisenstein: Oktober (UdSSR 1928)
Vsevolod Pudovkin: Die Mutter (UdSSR 1926)
Vsevolod Pudovkin: Sturm über Asien (UdSSR 1928)
Dziga Vertov: Der Mann mit der Kamera (UdSSR 1929)
Dziga Vertov: Enthusiasm (UdSSR 1930)
Slatan Dudov / Bert Brecht: Kuhle Wampe (D 1932)
Karl Valentin / Lisl Karlstadt (D 1932-34)
Charlie Chaplin: The Kid (USA 1921)
Charlie Chaplin: Modern Times (USA 1936)
BeurteilungBeschreibung / Kritik / Analyse einer der angeführten Filme,
oder: Essay über Film + Revoultion der 1920er und 1930 Jahre
(min. 5 Seiten à 1800 Zeichen = 9.000; max. 6 Seiten à 1800 Zeichen = 10.800)


Bildpolitik

Sonnenfinsternis über Indien
Mit jedem Bild wird Politik gemacht, ob in der Bierwerbung, auf dem Pressefoto oder im Museum, denn „Bildpolitik“ meint nicht allein die Bild gewordene Propaganda politischer Parteien, Programme und Projekte. Die Frage, was und wer auf welche Weise und in welchem Kontext ins Bild gesetzt ist – und vor allem auch: was und wer wie nicht –, ist immer auch eine politische Frage und sie muss bei jeder Form von visueller Repräsentation gestellt werden. Die Philosophie hat sich mit dieser Frage ebenso beschäftigt wie die Kunstgeschichte oder zuletzt die Visual Studies. Gegenstand der Lehrveranstaltung sind zentrale Positionen dieser Auseinandersetzung in Verbindung mit konkreten Bildanalysen.
Links zu weiterführenden Infos zu den Seminaren in Bildpolitik an der Wiener Kunstschule:
Bildpolitik 13
Bildpolitik 12

Philosophische Ästhetik
Links zu weiterführenden Infos zu den Seminaren in philosophischer Ästhetik an der Künstlerischen Volkshochschule:

2013: Kunst und Affekt
2012/13: Kunst und Revolution
2012: Kleine Literatur: Deleuze und Guattari
2011/12: L’Abécédaire: Gilles Deleuze
2011: Art Rules: Grenfell und Hardy
2010/11: Die Liebe zur Kunst: Pierre Bourdieu
2010: Paradoxien des Sinnlichen: Jacques Rancière
2009/10: Form und Empfindung: Susanne K. Langer

Ljubow Popowa: Der Philosoph (1915)
„Wir denken nur in Zeichen. Diese mentalen Zeichen haben eine gemeinsame Natur; die symbolischen Teile von ihnen nennt man Begriffe. Wenn jemand ein neues Symbol schöpft, geschieht dies durch Gedanken, die Begriffe einbeziehen. Nur aus Symbolen können neue Symbole wachsen. Ein Symbol, einmal geschaffen, verbreitet sich unter den Leuten. Im Gebrauch und in der Erfahrung wächst seine Bedeutung.“ (Charles Sanders Peirce 2.302)